Was ist ein Geographisches Informationssystem?

Ein Geographisches Informationssystem, auch Geoinformationssystem - kurz GIS - genannt, dient zur Erfassung, Bearbeitung, Organisation, Analyse und Präsentation räumlicher Daten. Sie umfassen die dazu benötigte Hardware, Software, Daten und Anwendungen.

Geoinformationssysteme werden in einer Vielzahl von Bereichen genutzt, unter anderem in der Geographie, Umweltforschung, Archäologie, Marketing, Kartografie, Stadtplanung, Kriminologie, Logistik und im Ressourcenmanagement. Geodaten können mithilfe von Geoinformationssystemen nicht nur mühelos erfasst und bearbeitet, sondern ebenso gespeichert, verwaltet, analysiert und recherchiert werden. Zudem lassen sich die Daten für weitere Schritte und Aufgaben anschaulich darstellen.

Mithilfe eines GIS ist es Katastrophenschutzbeauftragten beispielsweise möglich, Informationen für Evakuierungspläne zusammenzustellen, während Umweltschutzbehörden bestimmen können, welche Feuchtgebiete in besonders bedrohten Gebieten liegen. Für Marketingabteilungen sind Geoinformationssysteme hingegen nützlich um herausfinden, in welchen Gebieten neue Kunden gewonnen werden können.

Geoinformationssysteme sind Verknüpfungen von graphischen Daten mit Sachdaten mithilfe von entsprechender Software (zum Beispiel Liegenschaftsplan mit Größe, Nutzungsart und Eigentümer). Dank dieser Daten können auf bequeme Weise wichtige Entscheidungsgrundlagen geschaffen werden.